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Elektrolyte
Wer viel schwitzt, verliert nicht nur Wasser, sondern auch Mineralstoffe. Hier erfährst du, was Elektrolyte sind, wann Wasser reicht, wann ein Elektrolytgetränk sinnvoll ist und worauf du beim Etikett achten solltest.
(KI-generiertes Bild)Auf einen Blick
- Was: gelöste Mineralstoffe wie Natrium, Kalium, Chlorid, Magnesium und Calcium
- Wichtigster Verlust beim Schwitzen: Natrium (Kochsalz)
- Unter etwa einer Stunde Training: meist reicht Wasser
- Lange, schweißtreibende Einheiten: Getränk mit Natrium und Kohlenhydraten kann sinnvoll sein
- Achtung: sehr viel reines Wasser bei langen Belastungen kann den Natriumspiegel senken
In 3 Schritten
Schritt 1: Kurz: Wasser
Bei Alltag und Training unter etwa einer Stunde reicht in der Regel Wasser.
Schritt 2: Lang: mit Natrium
Bei langen oder sehr schweißtreibenden Einheiten ein Getränk mit Natrium und Kohlenhydraten in kleinen Schlucken trinken – angerührt nach Zubereitungsangabe.
Schritt 3: Vorher und nachher wiegen
Jedes verlorene Kilogramm entspricht ungefähr einem Liter Flüssigkeit. Danach hilft eine normale Mahlzeit mit etwas Salz.
Illustration: KI-generiert
Was sind Elektrolyte?
Elektrolyte sind Mineralstoffe, die im Körper gelöst als elektrisch geladene Teilchen vorliegen: vor allem Natrium, Kalium, Chlorid, Magnesium und Calcium. Sie steuern unter anderem, wie Wasser zwischen Zellen und Blut verteilt wird, und sind an der Weiterleitung von Nervenimpulsen und an der Muskelarbeit beteiligt.
Über eine normale Ernährung bekommst du die meisten Elektrolyte ausreichend – Natrium sogar meist mehr als genug über Salz. Interessant werden Elektrolyte vor allem dann, wenn du lange und stark schwitzt.
Was darf man über Elektrolyte sagen?
Für einzelne Mineralstoffe gibt es zugelassene Angaben, zum Beispiel:
- Kalium trägt zu einer normalen Muskelfunktion bei.
- Kalium trägt zu einer normalen Funktion des Nervensystems bei.
- Magnesium trägt zum Elektrolytgleichgewicht bei.
- Calcium trägt zu einer normalen Muskelfunktion bei.
- Chlorid trägt durch die Bildung von Magensäure zu einer normalen Verdauung bei.
Sie gelten nur, wenn die Tagesportion mindestens 15 Prozent des jeweiligen Referenzwerts liefert. Für Natrium gibt es keine zugelassene gesundheitsbezogene Angabe.
Für Kohlenhydrat-Elektrolyt-Lösungen sind zwei Angaben zugelassen: Kohlenhydrat-Elektrolyt-Lösungen tragen zur Aufrechterhaltung der Ausdauerleistung bei längerem Ausdauertraining bei und Kohlenhydrat-Elektrolyt-Lösungen verbessern die Wasseraufnahme während der körperlichen Betätigung. Sie dürfen nur für Getränke verwendet werden, die genau festgelegte Bedingungen erfüllen: unter anderem 80–350 kcal pro Liter, mindestens 75 Prozent der Energie aus Kohlenhydraten mit hohem glykämischen Index, 20–50 mmol Natrium pro Liter und eine Osmolalität von 200–330 mOsm/kg. Elektrolytpulver ohne Kohlenhydrate erfüllen diese Bedingungen nicht.
Wann brauchst du ein Elektrolytgetränk?
- Alltag und kurzes Training (unter etwa einer Stunde): Wasser reicht in der Regel. Die Elektrolyte holst du mit der nächsten Mahlzeit wieder rein.
- Lange oder sehr schweißtreibende Einheiten: Bei Läufen, Radtouren, Turnieren oder Training in der Hitze verlierst du mit dem Schweiß vor allem Natrium. Das American College of Sports Medicine (ACSM) nennt für längere Belastungen Getränke mit Natrium, etwas Kalium und Kohlenhydraten als sinnvoll.
- Wie viel du schwitzt, ist sehr individuell. Ein grober Anhaltspunkt: Wiege dich vor und nach dem Training – jedes verlorene Kilogramm entspricht ungefähr einem Liter Flüssigkeit.
Worauf achtest du beim Etikett?
- Natrium: der wichtigste Wert für Sport. Achte darauf, ob die Angabe pro Portion oder pro Liter fertigem Getränk gemeint ist.
- Kohlenhydrate: Getränke mit Kohlenhydraten liefern zusätzlich Energie für lange Einheiten. Zero-Pulver ohne Zucker sind eher für den Alltag oder kurze Einheiten gedacht.
- Kalium, Magnesium, Calcium: oft in kleinen Mengen enthalten. Für Claims zählen mindestens 15 Prozent des Referenzwerts je Tagesportion.
- Koffein: Manche Elektrolyt- oder „Hydration“-Produkte enthalten Koffein – siehe Koffein.
Verkostete Produkte findest du in der Übersicht Elektrolyte.
Wann und wie trinkst du Elektrolyte?
Während langer Einheiten in kleinen Schlucken, verteilt über die Belastung. Danach hilft eine normale Mahlzeit mit etwas Salz, die Speicher aufzufüllen. Halte dich an die Zubereitungsangabe – zu konzentriert angerührt kann der Magen rebellieren.
Kombinationen
- Kohlenhydrate: Viele Sportgetränke kombinieren beides – praktisch für lange Belastungen.
- Magnesium: Mehr zum Mineralstoff im Artikel Magnesium. Zähl Mengen aus mehreren Produkten zusammen.
Hinweise und Risiken
- Zu viel reines Wasser: Wer bei sehr langen Belastungen große Mengen Wasser ohne Natrium trinkt, riskiert einen zu niedrigen Natriumspiegel im Blut (Hyponatriämie). Trink nach Durst und ersetze bei langen Einheiten auch Natrium.
- Bluthochdruck und Nierenerkrankungen: Bei salzarmer Diät, Nierenerkrankungen oder Medikamenten, die den Kaliumhaushalt beeinflussen, Elektrolytprodukte vorher ärztlich abklären.
- Zucker: Getränke mit Kohlenhydraten sind für den Sport gedacht, nicht als Durstlöscher im Alltag.
- Die empfohlene tägliche Verzehrmenge nicht überschreiten.
Elektrolyte bei ESN und More Nutrition
Laut Herstellerunterlagen (maßgeblich ist das aktuelle Etikett):
- ESN HydroLoad Electrolytes: hypotones Elektrolytgetränk mit Kohlenhydraten, angerührt mit 450 ml Wasser. Eine Portion liefert laut ESN unter anderem 513 mg Natrium, 169 mg Kalium, 449 mg Chlorid, 65 mg Calcium und 31 mg Magnesium (Stand 03/2026). Kalium, Calcium und Magnesium liegen damit unter 15 Prozent des Referenzwerts – Claims für diese Stoffe sind mit einer Portion nicht gedeckt.
- ESN HydroCharge und ESN Daily Drip Electrolyte Boost: weitere Elektrolytprodukte von ESN; die Zusammensetzung steht auf dem Etikett.
- More Nutrition hat aktuell kein eigenständiges Elektrolytprodukt in unserer Datenbank. Der Booster Every Workout enthält laut Hersteller eine Elektrolytmischung.
Passende Produkte von More Nutrition und ESN
Alle Produkte: ElektrolyteAutomatisch zugeordnet über Produkttyp und Inhaltsstoff, sortiert nach Passung und Suppligator-Score. Die zugelassenen Aussagen in diesem Artikel beziehen sich auf den Nährstoff, nicht auf einzelne Produkte. Ob ein Produkt die Bedingungen (z. B. Menge je Tagesportion) erfüllt, steht auf dem Etikett.
ESN
Häufige Fragen
Brauche ich Elektrolyte beim Training?
Bei Training unter etwa einer Stunde reicht meist Wasser. Bei langen, schweißtreibenden Einheiten kann ein Getränk mit Natrium und Kohlenhydraten sinnvoll sein.
Welcher Elektrolyt ist am wichtigsten?
Beim Schwitzen verlierst du vor allem Natrium. Achte bei Sportgetränken deshalb zuerst auf den Natriumgehalt.
Sind Elektrolytpulver ohne Zucker sinnvoll?
Für den Alltag oder kurze Einheiten können sie eine Geschmacksalternative zu Wasser sein. Für lange Belastungen fehlen ihnen die Kohlenhydrate.
Kann ich zu viel Wasser trinken?
Ja. Bei sehr langen Belastungen kann viel reines Wasser ohne Natrium den Natriumspiegel im Blut senken. Trink nach Durst.
Hilft ein Elektrolytgetränk gegen Krämpfe?
Diese Aussage ist nicht zugelassen. Zugelassen ist zum Beispiel: Kalium trägt zu einer normalen Muskelfunktion bei – bei ausreichender Menge je Tagesportion.
Quellen
- Sawka MN et al. (2007): ACSM Position Stand – Exercise and fluid replacement, Med Sci Sports Exerc 39(2) – Natrium, Kohlenhydrate, Hyponatriämie
- Verordnung (EU) Nr. 432/2012 – Claims Kalium, Magnesium, Calcium, Chlorid, Kohlenhydrat-Elektrolyt-Lösungen und Bedingungen
- EU-Register der gesundheitsbezogenen Angaben – Wortlaut
- DGE: Referenzwerte für Natrium, Chlorid und Kalium – Referenzwerte
- Herstellerangaben ESN (Produktunterlagen, Stand 03/2026) und More Nutrition (Produktunterlagen, Stand 01/2024) – Zusammensetzung
Dieser Artikel dient der allgemeinen Information und ersetzt keine ärztliche Beratung. Nahrungsergänzungsmittel sind kein Ersatz für eine ausgewogene, abwechslungsreiche Ernährung und eine gesunde Lebensweise. Bei Vorerkrankungen, Medikamenteneinnahme, in Schwangerschaft und Stillzeit sprich vorher mit deiner Ärztin oder deinem Arzt.
Zuletzt aktualisiert am 14. Oktober 2026 · So arbeiten wir
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